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Zubereitung und Anwendung

Mond-Heilkräuter

Oft haben Heilkräuter, roh oder gekocht gegessen, als Gemüse (Salbei, Holunderblüten), Salat (Brunnenkresse, junger Löwenzahn) oder Spinat (Brennnesseln, Bärlauch),),), die beste Wirkung. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere, ebenso wirksame Zubereitungs- und Anwendungsarten, von denen hier einige besprochen sind:

Tee und Aufguss:  Eine der häufigsten Anwendungsarten. Sie ist vor allem für junge Kräuter geeignet, die ätherische Öle enthalten. Bei längerem Kochen würden sie sich verflüchtigen.
Als Maßeinheit nimmt man mit drei Fingern von den getrockneten oder frischen Kräutern, übergießt sie in einer Tasse mit kochendem Wasser, lässt sie drei bis zehn Minuten lang zugedeckt ziehen und seiht dann ab. Als Faustregel gilt, dass der Tee fertig ist, wenn die Kräuter zu Boden gesunken sind. Manche sehr ölhaltige Kräuter (u.a. Thymian) sinken jedoch auch nach Stunden noch nicht, zehn bis fünfzehn Minuten sind dann ausreichend. Der Tee sollte alsbald getrunken werden, damit er nicht unnötig Heilstoffe verliert.

Abkochung (Absud):  Geeignet für Pflanzen mit schwer löslichen Heilstoffen (Bitterstoffe, Gerbsäure), besonders für Hölzer, Wurzeln oder Stängel. Die Kochzeit ist Gefühlssache, aber in der Regel nicht länger als eine Viertelstunde. Mansche Hölzer und Wurzeln müssen bis zu einer halben Stunde gekocht werden. Verzichten Sie, wenn möglich, auf Kochgeschirr aus Stahl, Eisen, Kupfer oder Messing.

“Die Meinungen gehen auseinander, ob die Pflanzen erst dem kochenden Wasser beigegeben oder in kaltem Wasser langsam aufgekocht werden sollen. Ich habe zu Hause die letztere Methode gelernt und konnte bis heute keinen Vorteil bei der anderen Methode entdecken.”

Kaltauszug:  Manche Kräuter vertragen weder Überbrühen noch Kochen. Solche Kräuter gibt man in kaltes Wasser und lässt sie über Nacht stehen. Zusätzlich kann man noch am nächsten Tag die abgeseihten Kräuter mit frischem Wasser kurz aufkochen ((nicht die gewonnene Flüssigkeit des Kaltauszugs!). So gewinnt man auch noch die restlichen Heilstoffe.

Extrakte sind dickflüssige Kräuterauszüge. Diese beispielsweise mit kaltgepreßtem Olivenöl übergossen, ergeben milde Einreibeflüssigkeiten.

Rohsäfte: Manche Kräuter eignen sich gut zum Auspressen. Die gewonnenen Rohsäfte sind jedoch nicht haltbar und sollten gleich verwendet werden (je nach Kraut als Getränk oder etwa als Umschlag).

Tinkturen:   Sind dünnflüssige Auszüge, meist mit verdünntem Weingeist gewonnen. Eine Handvoll Kräuter wird in Flaschen gegeben und beispielsweise mit Obstler abgefüllt, bis die Kräuter bedeckt sind. Nach etwa zwei Wochen, an einem warmen Ort gelagert, ist die Tinktur gebrauchsfertig.

Salben und Pflastermischungen: Pflanzen oder Pflanzenauszüge können auch mit weichen Fettstoffen zu Salben und Pflastermischungen verrieben oder verkocht werden. Wer die Möglichkeit hat, sein Fleisch bei einem Bauern zu bekommen, der noch auf natürliche Weise züchtet, der sollte das ausnutzen und ihn um Schweinefett von einem an Vollmond geschlachteten Schwein bitten. Vielleicht weis der Bauer sogar, dass dann das Fleisch viel saftiger und haltbarer ist. Das Fett sollte bei niedrigen Temperaturen ausgelassen werden; den Jugfrauentagen sollte man aus dem Weg gehen, weil es dann leicht schimmelt und nicht so haltbar ist.
Zu Hause gibt man dem erhitzten Schweinefett die frischen Kräuter bei (Ringelblumen sind besonders gut geeignet) und lässt das Ganze kurze Zeit braten (Faustregel: etwa so lange wie ein Schnitzel). Zwei Handvoll Kräuter auf ein Marmeladenglas Fett sollten genügen. Das heiße Fett mitsamt den Kräutern anschließend etwa 24 Stunden lang kühl stellen. Am nächsten Tag sanft erwärmen, bis die Mischung flüssig wird, in saubere Gläser abseihen und dunkel aufbewahren. Diese Salbe ist ein hervorragendes Mittel für verschiedenen Leiden, etwa als Brusteinreibung bei Husten und Bronchitis.
Wichtig ist, dass diese Arbeit mit Geduld und Liebe gemacht wird, niemals unter Zeitdruck, nur so entwickelt sich das gute Gefühl bei der Fertigstellung und für die Mengenverhältnisse von Kräutern und Fett. Arbeiten sie stets mit emaillierten Töpfen und Holzlöffeln zum Umrühren.
Der rechte Zeitpunkt für die Salbenherstellung sind alle Tage zwischen Schütze und Zwillinge - also der aufsteigende Mond. Sind sie aus Zeitgründen zu einem anderen Termin gezwungen, sollten sie zumindest Krebs und Jungfrau meiden.
Ebenfalls eine gute Zeit zur Salbenherstellung ist der Vollmond. Die Pflanzen haben einen Höchstanteil an Heilstoffen und nach den 24stündigen Stehen fällt das Einfüllen in Gläser in den abnehmenden Mond, was lange Haltbarkeit verspricht.

Kräuterkissen: Eine hervorragende Sache sind Kräuterkissen. Bitte verwenden sie dazu keine geschätzten Pflanzen. Die Kräuter sollten bei zunehmenden Mond gepflückt und bei abnehmenden Mond in Kissen aus dichtem, natürlichen Material (z.B. Leinen) gefüllt und fest zugenäht werden. An Blütentagen gesammelt, wird Sie der Duft lange Zeit erfreuen.
Die Wahl der Kräuter hängt davon ab, was das Kissen bewirken soll. Meistens soll es beruhigen und ein angenehmes Aroma abgeben. Ihr Apotheker kann Ihnen Rat geben und die Kräuter zusammenstellen. Auch gekaufte Kräuter sollten jedoch bei abnehmendem Mond verarbeitet werden. Ein Weiterer Anwendungsbereich sind Rheuma und Allergien. Kräuterkissen können hier große Linderung bringen.
Die Kissen dürfen nie bei feuchten Wetter gelüftet werden. Lüften und lockern sie die aromatischen Kräuterkissen bei trockenen Witterung.

 
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