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Farben als Heilmittel

Sonstiges

Ohne Licht kein Leben. Und damit auch ohne Farben kein Leben, denn Licht besteht aus Farben, wie jeder Regenbogen bezeugt, jene zahllosen Wassertröpfchen, die das Sonnenlicht in seine Farben aufspalten. Harmonische Farben wirken auf uns ähnlich wie harmonische Klänge und >Musik. Farben und Farbkombinationen können uns beleben, inspirieren, freier atmen lassen, anspornen, heilen, aber auch beunruhigen, bedrücken, krank machen. Wer violette oder schwarze Bettwäsche verwendet, wird erfahren haben, wovon wir sprechen.
„Auch eine Tasse Tee wird dich zu einer Antwort zwingen, wenn du sie trinkst" – so lautet ein altes, rätselhaftes Sprichwort aus Afghanistan. Seine Bedeutung wird vielleicht klären wenn wir es abwandeln: „Auch ein hässliches grellfarbiges Bild an der Wand übt eine Wirkung aus, wenn man es im Vorbeigehen aus den Augenwinkeln wahrnimmt." Licht und Farbe lässt uns leben, Licht und Farbe kann vergiften, Licht und Farbe kann heilen.
Schauen und beobachten Sie selbst: Wie oft im Alltag verwandelt sich die Farbe einer Sache in die Grundlage einer Entscheidung oder eines Gefühls? Wie oft essen wir nicht den Reis, sondern das Gelb des Curry? Nicht den Salat, sondern sein  Grün? Wie oft entscheidet die Kleidung des Gegenübers, die Farbe von Nahrungsmitteln, Autos, was auch immer, über unser Verhalten? Wie oft wählen wir am Morgen ein Kleidungsstück nach seiner Farbe? Geschickte Werbestrategen kennen unsere Beeinflussbarkeit genau und verpacken das giftigste Zeug in sanftes Grün. Und schon greifen wir zu…
Beobachten Sie, schauen Sie sich selbst zu. Denn dann sind die folgenden, kurzgefassten Informationen nur ein erster Anstoß. Sie werden nach und nach Ihr eigenes Gespür dafür entwickeln, was Ihnen Farben „sagen", welche Wirkung sie haben und welche ihrer Wirkungen Sie genau jetzt in diesem Augenblick wünschen und brauchen – ob in der Kleidung, als Wandfarbe, als Farbe zum Meditieren, in Ihrer Nahrung, und so fort.
Wenn wir von den Farben der Tierkreiszeichen sprechen, ist damit nicht ihr Geburtszeichen gemeint, sondern die Farbe der Tierkreiszeichen,, die der Mondstand gerade anzeigt. Mit dieser Information könnten Sie einmal ausprobieren, wie Sie sich fühlen, wenn Sie die Farbe des jeweiligen Tierkreiszeichens in irgendeinem Kleidungsstück tragen (beispielsweise Rot in den zwei bis drei Waage, Skorpion und Jungfrautagen).

Rot
Rot ist die Farbe der Beckenregion, von Mond im Zeichen Waage, Skorpion und Jungfrau. Rot beeinflusst das Steißbeinzentrum und regt schöpferische, vitale, erdhafte Energien an. Es fördert Leidenschaft und spontanes Handeln und sollte deshalb immer nur vorsichtig und dosiert verwendet werden. Ein roter Schlafanzug ist nur dann sinnvoll, wenn sie am Wachen mehr Freude haben als am Schlafen.
Im Winter sin rote Socken und Unterwäsche hilfreich, um auch kälteste Tage gut zu überstehen.
Rot aktiviert die Leber und unterstützt die Produktion roter Blutkörperchen. Wenn die rote Region, die Beckenzone geschwächt ist, schwächt das den ganzen Körper. Rot als Farbe der entgiftenden ausscheidenden Kraft befreit von Verstopfungen und Verschleimungen und ist günstig bei Eisenmangel. Der Adrenalinspiegel im Blut hebt sich, Schläfrigkeit und Trägheit werden leichter überwunden. Es ist hilfreich bei Erkältungen und chronischem Frösteln. Rot sollte nicht bei Entzündungen verwendet werden. Für leicht reizbare Menschen ist die Farbe weniger geeignet.

Orange
Orange ist die Farbe der Bauch- und Lendenwirbelregion (Milz und der oberen Oberschenkel: die Farbe von Mond in Jungfrau und auch noch Waage. Orange stimmt optimistisch und zuverlässig, weckt Selbstvertrauen.
Als beherrschende Farbe in Praxiswartezimmern oder Krankenzimmern geeignet. Ängstlichen Menschen sollten orangefarbene Kleidung tragen, jedoch nicht von Kopf bis Fuß, Zuviel Orange kann die Abhängigkeit von anderen Menschen fördern. Verdauungs- und Hautprobleme und schlechter Stuhlgang werden durch Orange günstig beeinflusst, besonders in den Jungfrautagen. Orange wirkt appetitanregend und hilft deshalb gut bei Magersucht. Die wärmende Wirkung von Orange entkrampft und entspannt.

Gelb
Gelb ist die Farbe der Magenregion und der unteren Oberschenkel, von Mond in Waage, Skorpion und Schütze – die Farbe geistiger, analytischer Kräfte, die Farbe der Vernunft.
Gelb regt die Verdauungssäfte an und hilft bei Verdauungsstörungen und Darmträgheit. Es wirkt nervenberuhigend und gegen geistige und nervöse Erschöpfungszustände – eine gute Farbe in Klassen – und Studierzimmern. Bei depressiver Stimmung kann es gute Dienste leisten, besonders in der Bekleidung. Gelb wirkt als Beruhigungsmittel für die Milz, aktiviert das Lymphsystem und hilft bei Leberschäden. Eine belastete oder geschädigte Leber sollte regelmäßig mit Gelb behandelt werden, bis die innere Sicherheit und Entgiftungsbereitschaft zurückgewonnen ist. Niemals bei Fieber, akuten Entzündungen, Durchfall oder Herzklopfen einsetzen.

Grün
Grün ist die Farbe von Brust, Herz und Knien, von Mond in Krebs, Löwe und Steinbock. Grün wirkt ausgleichend und neutralisierend, die Farbe der Hoffnung, Harmonie, der Heilung und des natürlichen Reifens.
Grün beeinflusst die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und greift damit regulierend in den Stoffwechsel ein. Es sorgt für ein Gleichgewicht zwischen Leber und Milz und wirkt regenerierend auf Muskeln und Bindegewebe. Fir die Augen wirkt es wohltuend und beruhigend.

Blau
Blau ist die Farbe der Schulter- und Halsregion sowie der Unterschenkel und Knöchel, von Mond in Stier, Zwillinge, Krebs und Wassermann – die Farbe der Schöpferkraft und tiefen Einsicht, des Glaubens und der Hingabe.
Blau kann bei Fieber eingesetzt werden und wirkt generell kühlend, ist also auch für Verbrennungen geeignet. Als Wandfarbe einer Arbeitsumgebung ist es nicht geeignet, es sei denn, es kommen gleichzeitig wärmende Farben zum Zuge. Wer viel mit Menschen zu tun hat, kann sich mit Blau in der Kleidung besser gegen negative Gedanken anderer Menschen schützen. Blau macht ruhig und gelassen und öffnet den Geist für schöpferische Gedanken ohne Beeinflussung von außen.

Indigo/Violett
Indigo und Violett sind die Farben der Kopfregion und der Füße, von Mond in Widder, Stier und Fische – die Farben der intuitiven Erkenntnis, der tiefen Wahrnehmung und der Bescheidenheit.
Indigo wirkt auf Augen, Nase und Ohren, Violett regt die Milz an und damit die Immunkräfte. Violett wirkt auch blutreinigend und bremst die Esslust. Auf künstlerisch tätige Menschen kann es beruhigend wirken, weil es das Nervensystem dämpft.

Weiß
Weiß ist eigentlich keine Farbe, weil es alle Farben in sich vereinigt. Wer Weiß trägt, zeigt sich offen für alle Kräfte der Umgebung. Weiße Wände wirken neutral, verbindend und beruhigend. Sonnenlicht ist weiß, weil es alle Farben birgt: Ein kurzes Sonnenbad täglich, etwa zehn Minuten lang, gibt dem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und aus dem Farbenspektrum der Sonne alle Schwingungen zu holen, die er gerade braucht.
Wer bei Krankheit weiße Bettwäsche und Schlafkleidung trägt, kann leichter heilende Schwingungen und Farben aufnehmen, die er zur Genesung braucht. Weiß eignet sich daher auch gut als Wand- und Wäschefarbe in Krankenhäusern, gemeinsam etwa mit schönen, optimistisch stimmenden Bildern. Bunte Wände in Krankenhäusern sind zwar heute modern, die Wirkung bleibt aber eher dem Zufall überlassen, wenn nicht geübte Augen die Farbauswahl getroffen haben.

Schwarz
Schwarz ist keine Farbe. Schwarz verschluckt Farben und Schwingungen. Wohl einer Der Hauptgründe für die Farbe Schwarz als Trauerfarbe liegt darin, dass es seinen Träger von den Gedanken und Schwingungen der Umgebung wirksam abschirmt und damit nicht noch zusätzlich schwächt. Viele Jugendliche trage Schwarz oder Dunkelgrau und senden damit die Botschaft „Ich brauche innere Ruhe" oder „lasst mich in Frieden, der Druck ist zu groß"

Diese kurzen Hinweise machen vielleicht deutlich, warum heute auch die Farbtherapie und die Farbakkupunktur zur Methodenvielfalt zahlreicher Ärzte  und Heilpraktiker zählen. Die uralte Erfahrungswissenschaft der Akkupunktur stützt sich auf die Tatsache, dass unsere Haut wie ein Verstärker wirkt, der alle erhaltenen Informationen aufnimmt und nach innen weitergibt. Zahlreiche genau festgelegte Punkte und Zonen auf der Haut wirken dabei wie Zugangs Tore zu bestimmten Energiekreisläufen, Organen und Körperregionen. Ihre Anregung – etwa  mit Massage, Druck, Nadeln, elektrischen Strom oder eben Bestrahlung mit bestimmten Farben – wirkt sich günstig auf das jeweilige Organ aus.
Die Farbtherapie – etwa als Bestrahlung mit Licht, das durch gefärbte Folien wandert, oder mit farbigen Lampen (Rotlicht!) – hat sich besonders bei Schmerzzuständen aller Art bewährt. Sie wird erfolgreich eingesetzt bei Knochen- und Gelenkschmerzen, zur Beschleunigung der Abheilung von Knochenbrüchen, bei Knorpelschäden, zur Nachbehandlung von Operationswunden und nach Transplantationen. Bei Verbrennungen und offenen Beinen (offene Beine nur bei abnehmendem Mond behandeln!). Bei fast allen Hautkrankheiten (von Herpes über Ekzeme bis zu allergischen Reaktionen) kann sie lindern und heilend wirken. Als besonders erfolgreich hat sich Farbakkupunktur bei Kopfschmerzen und Migräne erwiesen. Ihr Vorteil gegenüber der klassischen Akkupunktur mit Nadeln ist, dass keine Schädigung der Haut eintritt und keine Ansteckungsgefahr besteht.

Wer übrigens mit Farben meditiert, um zu heilen, sollte immer die Farben der oberen Körperhälfte vor dem inneren Auge haben, auch wenn die Störung in der unteren Hälfte sitzt, also etwa das Blau der Schulterregion, wenn eine Störung in den Unterschenkeln behoben werden soll. Wenn die Farbe der oberen Hälfte ins Gleichgewicht kommt, wirkt sich das automatisch auf die untere Körperhälfte aus. Konzentrieren Sie sich niemals nur auf eine Farbe, sondern gehen Sie immer alle Farben des Körpers durch.

 
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