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Eine kleine Kräuterkunde

Mond-Heilkräuter

Eine kleine Kräuterkunde
Heilkräuter sind Kraftwerke in Miniformat. Es gibt kaum ein körperliches Gebrechen, kaum eine Krankheit, die nicht durch die Blätter, Blüten, Früchte oder Wurzeln  eines in der Natur vorkommenden Krauts gelindert oder geheilt werden könnten - immer vorausgesetzt der Kranke begegnet dem Heilmittel und seiner Krankheit mit der richtigen Einstellung.

Wer in seiner Küche weise mit Kräutern umgeht, tut nicht nur viel, um den Geschmack der Speisen zu verbessern, sondern sorgt auch dafür, dass vielen Krankheiten vorgebeugt wird.. Vielleicht ist es an der Zeit, zum Prinzip der alten Chinesen zurückzukehren: Die Menschen sorgten für den Lebensunterhalt ihrer Ärzte - in Geld und Naturalien - nur solange sie gesund waren. Wurde ein “Schäfchen in der Gemeinde eines Arztes krank, war er von dieser gemeinschaftlichen Pflicht entbunden. Ärzte verdienten damals an der Gesundheit der von ihnen betreuten Menschen, nicht an der Krankheit.

Eine große Vielfalt von heilkräftigen Wirkstoffen ist in Kräutern enthalten, oft versammelt in einer einzigen Pflanze:

Schleimstoffe (Pektine, Lichenin) gegen Entzündungen aller Art und zur Wundheilung, z. B. enthalten in Beinwell, Huflattich, Schlüsselblume, Kornblume, Gänseblümchen, Taubnessel, Ringelblume.
Ätherische Öle mit einer Vielfalt von Wirkungen (desinfizierend, durchblutungsfördernd, sekretionsfördernd oder -hemmend, wassertreibend), enthalten in Thymian, Knoblauch, Enzian, Salbei, Kamille, Lorbeer, Melisse, Fenchel, Basilikuim.
Seifenstoffe (Saponine) mit großem Wirkungsspektrum, u. a. enthalten in Leberblümchen, Schllüsselblume, Birke, Ehrenpreis, Stiefmütterchen, Königskerze.
Kieselsäure zur Behandlung von Entzündungen der Haut und Schleimhäute und zur Kräftigung des Bindegewebes, enthalten z. B. in Schachtelhalm, Heidekraut, Brennessel.
Bitterstoffe (Alkaloide, Glykoside) zur Regelung der Magen- und Darmfunktion, zur Spannungs- und Krampflösung, enthalten in Wermut, Enzian, Beifuß, Löwenzahn, Salbei, Ringelblume.
Gerbstoffe gegen Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut, gegen Vergiftungen und Hautausschläge, enthalten u. a. in Brombeere, Frauenmantel, Edelkastanie, Ehrenpreis.
Salizysäure mit bakterientötender und schmerzlindernder Wirkung, enthalten in Weide, Veilchen, Ringelblume.
Blutstillende Wirkstoffe , enthalten in Hirtentäschchen, Schafgarbe, Mistel, Löwenzahn.
Abführende Wirkstoffe , enthalten in Sennesblättern, Faulbaumrinde, Kreuzdorn, Erdrauch.

Die Liste ist bei weitem nicht vollständig, und auch heute noch werden immer neue Wirkstoffe entdeckt. Gleichzeitig wächst das Staunen über unsere Vorfahren, die mit sicherem Instinkt die bei verschiedenen Krankheiten jeweils wirksame Heilpflanze entdeckt haben.

Nach zahlreichen Wandlungen der Anschauungen in der Medizin setzt sich ganz allmählich wieder die Erkenntnis durch, dass das Ganze stets mehr ist als die Summe seiner Teile: dass beispielsweise die reinen Wirkstoffe eines Heilkrauts, in hoher Dosierung angewandt, langfristig immer noch kraftloser sind als die Pflanze oder der Pflanzenteil als Ganzes.

Viel zu der Neuorientierung beigetragen hat die Atomphysik mit ihrer Erkenntnis, dass die starre Grenzlinie zwischen “toter Materie” und Leben nur eine Illusion des Denkens ist, dass jedes Ding gleichzeitig mit dem ganzen Universum in engster Verbindung steht. “Wir müssen feststellen, dass das, was wir studieren, alle Eigenschaften besitzt, die man üblicherweise Gott zuschreibt”, sagte der Atomphysiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg.

Dass ein Heilkraut nur in seiner Ganzheit wirkt, ist uraltes Volkswissen und kann auch durch die Bemühungen der pharmazeutischen Industrie und der >zuständigen Stellen< in der Schulmedizin nicht in Vergessenheit gedrängt werden. So wie vor hundert Jahren die offizielle Medizin anders dachte als heute, wird sie auch in hundert Jahren auf viele der heutigen Methoden mitleidig zurückschauen.

Inder, Ägypter, Juden, Griechen, Römer und vor allem die Araber waren es, die die Kräuterheilkunde auf einen hohen Stand brachten. Dass das Christentum im Bestreben, >heidnische< Gebräuche auszumerzen, anfangs ein wenig zuviel des Schlechten tat und auf große Teile dieser Kenntnisse verzichtete, wurde später durch die Arbeit der heilkundigen Mönchsorden wieder aufgewogen, die an der offiziellen Lehrmeinung vorbei das alte Wissen pflegten.

Besonders den Benediktinern, aber auch weltlichen Machtträgern wie Karl dem Großen ist die Neubelebung der Kräuterheilkunde im Mittelalter zu vrdanken. Albertus Magnus und Paracelsus halfen mit, dass wieder der Klassiker Hipokrates, Galen, Dioskur gelesen und gelehrt wurden. Paracelsus` unermüdlicher Kampf gegen die materialistische Anschauung von Mensch und Krankheit ist wohlüberliefert und erinnert in vielem an den Zwist, der heute noch zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin herrscht. Mit dem Unterschied, dass heute eine zusätzliche Kampfmethode auf Seiten der orthodoxen Medizin gepflegt wird: ein Mischung aus Ironie; Zynismus und Ignorieren der anderen Seite. Sie ist die wirksamste von allen, denn bei einem offenen Kampf mit >Pauken und Trompeten> hat jeder Außenstehende die Möglichkeit, beide Seiten genau kennenzulernen und dann seine eigene Wahl zu treffen. Langfristig wird sich jedoch die Wahrheit durchsetzen. Bis das geschehen ist, muss man sich selbst mehr vertrauen als jeder >Autorität<.


Das Licht der Natur lügt nicht,

aber die Theoretiker haben es umgedreht wider die Natur.
Ist der Mensch verkehrt, so verkehrt er auch das Licht der Natur.
Suchet somit zuerst das Reich der Wahrheit,
so werdet ihr mehr tun, als auf Erden je geschehen ist.
Zweifelt niemals an Gott unserem höchsten Arzt.
So wir ihn und den Nächsten lieben, so wird er uns alles zugestehen,
dessen wir berdürfen. Wenn wir aber müßig sind und der Liebe vergessen,
so wird uns auch das genommen, was wir zu haben glauben
PARACELSUS

Es gibt hervorragende Kräuterbücher, denen nur wenig hinzuzufügen wäre (Besonders zu empfehlen sind: Pfarrer Johann Künzle, Das große Kräuterheilbuch aus dem Walter-Verlag, Olten, das beste Buch zum Thema! und Sanne Fischer, Medizin der Erde aus dem Hugendubel-Verlag, München) Auch ist die Kleine Kräuterhexe, (im Internet zu finden) sehr zu empfehlen. Was noch fehlt, die Anwendung der >Kunst des richtigen Zeitpunkts<, erfahren Sie hier.

Wenn Sie in einem Kräuterbuch lesen, werden Sie zuerst feststellen, dass viele unserer Küchenkräuter - von Petersilie und Schnittlauch über Rosmarin, Salbei und Liebstöckl bis zum Waldmeister und Beifuß - Pflanzen mit großer vorbeugender und heilender Wirkung bei vielen Krankheiten sind. Zu Unrecht sind sie auf das Niveau reiner >Geschmacksverstärker< gesunken, vielleicht sogar noch tiefer, weil die Chemie das Handwerk der >Geschmacksverbesserung< intensiver betreibt als die Natur.

Vielleicht noch überraschender ist jedoch die Tatsache, dass viele als >Unkraut< bezeichnete Pflanzen, von der Brennessel bis zum Löwenzahn, ebenso heilkräftige Wirkung haben - Pflanzen, deren Anblick viele Hobbygärtner in den Schuppen treibt, um die chemische Keule zu zücken und sie mit Stumpf und Stiel auszurotten. Was für eine Verkehrung der Welt! Nichts geht beispielsweise über eine Blutreinigungskur im Frühjahr mit zur rechten Zeit gepflückten Brennesseln. Und welche Kräfte jungen Blättern oder den geöffneten Blüten des Löwenzahns innewohnen, weis jeder, dessen Beschwerden dadurch gelindert oder geheilt wurden.

Erwähnenswert ist hier noch die erfreuliche Tatsache, dass immer mehr "zurückgegangen" wird, dass sich immer mehr Menschen wieder auf das Wesentliche besinnen, das ALTE Wissen neu aufgelegt  und ein Trent zur Natur merkbar wird.

 
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