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Der richtige Zeitpunkt

Mond-Heilkräuter

Die Heilkraft der Kräuter ist nicht gleichmäßig über die ganze Pflanze verteilt. Manche Sammelzeiten sind sehr ungünstig, weil sich der Wirkstoff gerade im blühenden Kraut befindet, Sie aber für die Anwendung die Wurzel brauchen. Es kann auch passieren, dass Sie gerade Blüten oder Blätter ernten, während der Heilsaft in der Wurzel neue Kräfte sammelt.

Oft findet man auf Medikamentenbeilagen von Naturprodukten den Hinweis, dass unterschiedliche Färbung und Trübung normale Erscheinungen seien. Man erkennt daran, dass die Ernten nicht immer gleich ausfallen, besonders wenn es ich um Zuchtkräuter aus Plantagen handelt, wo nur selten auf den rechten Zeitpunkt geachtet werden kann.

Bei der Wahl des richtigen Sammelzeitpunkts sollte an erster Stelle immer Ihr persönliches Gefühl und die Beobachtung des Wetters stehen. Zum Pflücken von Blüten sind Blütentage zwar generell gut geeignet, wenn jedoch gerade die Sonne nicht scheint und kalte Witterung herrscht, dann hilft der gute Zeitpunkt auch nicht viel. Immer sollte man wach sein für das, was >heute< angebracht und machbar ist und was nicht. Die Ratschläge zum rechten Erntezeitpunkt von Kräutern sind sehr wertvoll, doch wenn keine guten, trockenen Wetterbedingungen herrschen, ist das Kräutersammeln sinnlos.

Die beste Jahreszeit:
Als grobe Richtlinie für die beste Jahreszeit des Sammelns gilt: Im Frühling, wenn die Pflanze noch jung ist, besitzt sie die größte Heilkraft. Die Inhaltsstoffe lösen sich bei der jungen Pflanze leicht, bei älteren Pflanzen oft gar nicht mehr (etwa Kieselsäure). Sie bleibt unwirksam.

Die beste Tageszeit:
Wurzeln morgens und abends.
Blätter am Vormittag, wenn der Tau getrocknet ist.
Blüten bei Sonnenschein. Sie müssen sich voll entfaltet haben und nicht kurz vor dem Verblühen stehen, sonst ist ihre Heilkraft viel geringer.
Samen und Früchte können ganztags gesammelt werden, weil sie nicht so empfindlich sind wie andere Pflanzenteile., jedoch sollte man die größte Mittagshitze meiden.

Der Mondstand im Tierkreis:
Der Mondstand im Tierkreis spielt beim Sammeln und Anwenden von Heilkräutern eine große Rolle. Als Regel gilt hier:
Ein Heilkraut, gesammelt zur Heilung oder Kräftigung jener Körperregion, die von dem Tierkreiszeichen des Erntetags regiert wir, hilft besonders gut.
An Jungrauentagen gesammelte Kräuter helfen beispielsweise besonders gegen Verdauungsbeschwerden. Aus an Fischetagen gesammelten Heilkräutern ließe sich eine hervorragende Fußsalbe herstellen. Die folgende Tabelle wird ihnen das Durchschauen der Zusammenhänge erleichtern:.

Im Zeichen

Kräuter sammeln gegen

Widder

Kopfschmerzen, Augenleiden

Stier

Halsschmerzen, Ohrenleiden

Zwillinge

Verspannungen des Schultergürtels, zur Inhalation bei Lungenleiden

Krebs

Bronchitis, Magen-, Leber- und Gallebeschwerden

Löwe

Herz- und Kreislaufbeschwerden

Jungfrau

Störungen der Verdauungsorgane und der Bauchspeicheldrüse, Nervenleiden

Waage

Hüftbeschwerden, Nieren- und Blasenkrankheiten

Skorpion

Krankheiten der Geschlechts- und ableitenden Orgene. Gute Sammeltage für alle Kräuter!

Schütze

Venenleiden

Steinbock

Knochen- und Gelenkbeschwerden, Hautkrankheiten

Wassermann

Venenleiden

Fische

Fußbeschwerden

Bedenken Sie jedoch stets, dass beim Sammeln trockenes Wetter herrschen muss. Deshalb ist diese Regel auch nur eingeschränkt von Nutzen, weil das Wetter bei solch genauem Berücksichtigungen des Zeitpunkts nicht immer mitspielt und man oft wochenlang auf die richtigen Bedingungen warten müsste. Andererseits gibt es viele langwierige, chronische Krankheiten, die häufig mit Kräutern, die beim richtigen Tierkreiszeichen gesammelt werden, erfolgreich behandelt werden können. Dann lohnt sich auch ein längeres Warten.

Die einzelnen Planzenteile:
Auf den rechten Zeitpunkt beim Sammeln unterschiedlicher Pflanzenteile zu achten ist einfacher als die genaue Einhaltung des richtigen Tierkreiszeichens und erzielt auch gute Resultate:

Wurzeln:
Der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben von Wurzeln ist das zeitige Frühjahr, wenn das volle Wachstum der Pflanze noch nicht eingetreten ist oder der Herbst, wenn sie schon wieder eingezogen hat; der Saft ist dann wieder abgestiegen.
Wurzeln sollten immer bei Vollmond oder abnehmendem Mond ausgegraben werden, sie haben dann mehr Kraft. Sie dürfen nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, deshalb sind die Nachtstunden - vor Sonnenaufgang oder am späten Abend - am besten geeignet.
Auch die Zeit des absteigenden Mondes und die Wurzeltage Stier, Steinbock, Jungfrau sind als Sammelzeit geeignet, Stier jedoch nicht ganz so gut wie die beiden anderen.

Blätter:
Sie können fast das ganze Jahr über gesammelt werden, vorausgesetzt, es handelt sich um junge Pflanzen. Stehen sie schon lange im Saft, blühen sie schon oder wurden sie zwischendurch nicht abgemäht, sind sie für Heilzwecke eher ungeeignet.
Es ist nicht nötig, dass beim Pflücken die Sonne scheint, doch der Morgentau sollte schon verdunstet sein, also am besten am Vormittag.
Blätter sollten bei zunehmendem Mond, zwischen Neumond und Vollmond gesammelt werden, als Alternative bei aufsteigendem Mond (Schütze bis Zwillinge) oder an Blattagen (Krebs, Skorpion, Fische). An Skorpion gesammelte Kräuter besitzen stets eine besondere Heilkraft. Sie eignen sich zudem hervorragend zum Trocknen, Haltbarmachen und Lagern. Bei Krebs und Fische gesammelte Blätter sollten besser sofort verwendet werden.
Die besondere Ausnahme ist die Brennessel. Sie ist ein hervorragendes Blutreinigungsmittel. Sie sollte ausschließlich bei abnehmendem Mond gesammelt, ein Brennesseltee auch nur bei abnehmendem Mond getrunken werden. Genaueres darüber weiter unten.

Blüten:
Meist sind Frühjahr und Sommer der günstigste Sammelzeitpunkt, wenn die Pflanze in voller Blüte steht, besonders dabei die Mittagszeit. Die Sonne sollte scheinen, zumindest sollte es sehr warm sein, damit die Blüte geöffnet ist und die Heilstoffe in die Blüten gewandert sind. Verblühte Pflanzen eignen sich nicht sonderlich gut.
Das Sammeln von Blüten sollte bei zunehmendem Mond oder Vollmond erfolgen, alternativ bei aufsteigendem Mond (Schütze bis Zwillinge), wenn das Wetter ein Ernten bei zunehmendem Mond verhinderte. Auch Blütentage sind geeignet (Zwillinge, Waage, Wassermann) oder einfach bei Vollmond sammeln, unabhängig vom Tierkreiszeichen.
Wird für den Wintervorrat gesammelt, eignet sich auch der abnehmende und aufsteigende Mond, weil die Blüten dann sicherer trocknen.

Früchte und Samen:
Sie sollten beim Sammeln reif sein, also weder grün noch matschig weich. Fast immer ist das erst im Sommer oder im Herbst der Fall. Trockenes Wetter ist wichtiger als die Tageszeit, nur sollte man der größten Mittagshitze aus dem Weg gehen.
Bei zunehmendem Mond geerntete Früchte und Samen sind nur für die sofortige Anwendung geeignet. Zum Lagern und Haltbarmachen ist hier der aufsteigende Mond besser (Schütze bis Zwillinge). Gute Erntetage sind die Fruchttage (Widder, Löwe, Schütze). Am ungünstigsten zum Sammeln von Früchten sind Steinbock, Fische, Krebs und Jungfrau.

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