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Bauchtanz

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Der Tanz der Göttin! Orientalischer Tanz
(Raqs Sharki)   

im Netz gibt es viele Seiten über Bauchtanz, mir persönlich hat die Beischreibung von Hexe Leonora so gut gefallen, dass ich sie in meine Hp einbauen musste: www.hexe-leonora.de
Bauchtanz ist wohl einer der ältesten Tänze der Welt. Über die Geschichte dieses Tanzes gibt es verschiedene Versionen.
Obwohl diese Art Tanz auch orientalischer Tanz genannt wird, gab es ihn schon in ähnlicher Form in vielen Teilen der Erde.
Sein Ursprung liegt sehr lange zurück und hängt mit religiösen Riten zusammen. Bevor das Christentum begonnen hat sich durchzusetzen glaubten die Menschen an eine Reihe von Göttinnen, statt an einen männlichen Gott.
Zu uns kam dieser Tanz über Amerika. Daher kommen auch die engl. Bezeichnungen wie Drop, Kick und Shimmy. Inzwischen hat sich dieser Tanz hier bei uns zu einer eigenen Kunstrichtung weiterentwickelt.

Die Fruchtbarkeit der Frau wurde verehrt und angebetet, denn man wusste damals noch nichts von der Rolle des Mannes bei der Zeugung. Frauen waren seinerzeit Die Garantie für die Weiterführung und Erhaltung der "Art".
Unbefangen und naturnah wie es früher einmal war, entstand ein Tanz, den hauptsächlich die Frauen tanzten, um die Göttinnen anzubeten.
Als die Menschen die Rolle des Mannes bei der Zeugung erkannten, änderte sich auch der Glaube. Es entstanden neue Religionen, wie das Christentum und der Islam. Nach und nach versuchten die neuen "männlichen" Religionen den Glauben an die Göttinnen und die damit verbundene Verehrung des Weiblichen auszulöschen. Tänze dieser Art wurden verboten und der Bauchtanz in ein Klischee gepresst, der davon ausging, dass Frau nur zur Erotisierung des Mannes tanze.
Die Frauen durften ihre Sexualität nur noch in der Ehe ausleben. So wurden die Frauen zum Besitz der Männer. Die weibliche Sexualität wurde unterdrückt und als unrein bezeichnet, wodurch die Frau an den Rand der Gesellschaft degradiert wurde.
Die Männer hatten Angst vor der weiblichen Macht und betrachteten die Frauen sehr mißtrauisch. Auch ein Mitauslöser der furchtbaren Hexenverfolgung, aber dies gehört nicht hierher.
Der Fruchtbarkeitstanz wurde nun überflüssig und zudem noch sehr unanständig. Er verlor seine religiöse Bedeutung und wurde zu einem Unterhaltungstanz.
Trotzdem hat sich der Bauchtanz über die Jahrhunderte und durch alle Kulturen erhalten.

Er bleibt nach wie vor der Tanz der Frauen zur Verehrung ihrer Weiblichkeit, Ihrer Gebährfähigkeit und zu Ehren der Göttin in ihnen.
Über die Jahre hinweg wurden auch die alltäglichen Handlungen wie das Aussäen der Saat und das Ernten, das Gebähren, das Feiern etc. in den Tanz symbolisch eingebaut.
Die Rhythmen sind dem menschlichen Herzschlag ähnlich und die sinnlichen Bewegungen der Natur nachgeahmt. Es ist ein erdverbundener Tanz, bei dem Gefühle „aus dem Bauch heraus“ ausgedrückt und zugelassen werden.
In der heutigen Schwangerschaftsgymnastik findet man immer mehr Elemente aus diesem Tanz, um der gebährenden Frau mit natürlicher Bewegung zu helfen.
In einer Welt in der heute jede Frau „Ihren Mann stehen muss“ ist es eine Möglichkeit, die eigene Weiblichkeit neu zu entdecken. Die Freude am Tanzen und das Miteinandertanzen stehen im Vordergrund, wobei das Alter und die Figur keine
Rolle spielen. Eine Selbsterfahrung in der „frau“ lernt ihren Körper so anzunehmen wie er ist und zur eigenen Mitte zu finden.
Es macht einfach Spaß, sich Tänze auszudenken und gemeinsam Kostüme zu entwerfen, in leuchtenden Farben, mit Perlen und Strass bestickt oder lieber schlicht, jede wie es ihr gefällt, um anschließend das Gelernte auf orientalischen Festen oder
anderen Gelegenheiten einem begeisterten Publikum zu präsentieren.
Es ist eine tolle Körpererfahrung.

 
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