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Abenberg

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Wissenswertes über Abenberg

Abenberg ist ein malerisches Städchen mit vielen Besonderheiten.
Da mir diese Stadt so sehr am Herzen liegt möchte ich ihr eine Seite widmen.

Kommt man nach Abenberg, dann fällt einem als Erstes die wunderschöne Burg ins Auge:

Sie liegt auf dem Schlossberg. Wir Abenberger nennen ihn einfach “Schlusbuck”. Auf seinem Westhang wird im Winter immer fleissig gerodelt (natürlich nur wenn genügend Schnee vorhanden ist). Bei Veranstaltungen auf der Burg wird er gerne als Parkplatz genutzt.

Über die Burg Abenberg gibt es einiges zu berichten, das wichtigste ist jedoch das Flair, und der Charme der dieser Anlage zueigen ist. Es ist nicht nur einfach ein wunderschönes Gebäude, mit vielen Möglichkeiten. Besonders schön sind die Mittelalterfeste und die Bardentreffen, die hier alljährlich stattfinden. Das Museum mit dem Haus fränkischer Geschichte möchte ich hier auch erwähnen, hier erfahren Interressenten vieles über Franken und die Abenberger Burg insbesondere. Es ist liebevoll gestaltet und man kann sich sogar als Burgfräulein oder Ritter verkleiden (vorausgesetzt man ist klein genug ;-) )



Doch was wäre unsere Burg ohne die Legenden und vor allem ohne unsere seelige STILLA!
In Abenberg wurde sie geboren und lebte dort auf der Burg, die damals ihren Vater gehörte, obwohl sie eine Adelige war, hat sie sich dennoch aufopfernd um das normale Volk gekümmert. Leider starb sie sehr jung.

Abenberg an der Burgenstraße, mit den Ortsteilen Wassermungenau, Beerbach, Dürrenmungenau, Obersteinbach, Kleinabenberg, Bechhofen, Ebersbach und Kapsdorf, nur wenige Kilometer vom neuen Fränkischen Seenland.

Mit Perlen an einer schmucken Kette werden die kleinen Städte Frankens oft in der Literatur und in Reiseführern verglichen. Abenberg zeigt sich dabei, gleich von welcher Richtung man sich der Burg-, Kloster- und Klöppelstadt nähert, als ein beeidruckendes Schmuckstück in reizvoller Lage am Westabhang eines Höhenzuges des fränkischen Keuperbeckens.

Der dominante Einfluss der Abenberger Grafendynastie, der mit einem “Wolframus” 1045 beginnt, zeigt sich in Verbindung zu den Adelsgeschlechtern der Wettiner an der Elbe, den Wertheimern, Vohburgern, Hohentrüdingern und Andechs-Meraniern. Er dokumentiert sich insbesondere durch geistliche Würdenträger: Bischof Konrad 1106 - 1147 in Salzburg, in Würzburg Bischof Reginhard 1171 - 1195, Das Abenberger RathausGräfin Berta als Äbtissin in Kitzingen, ebenso Gräfin Diemut im schwäbischen Kloster Roggenburg. Daneben zeigt sich die hohe Stellung der Abenberger in Staat, Kirche, geistlicher und weltlicher Verwaltung insbesondere in Franken und Thüringen-Sachsen.
Wichtig für die fränkische Klosterlandschaft war die Mitstiftung zum 1132 gegründeten Zisterzienserkloster Heilsbronn mit der Grablege der Abenberger. Die bedeutendste Figur ist, beben der Stadtpatronin Stilla, Graf Rapoto, der über fünf Jahrzehnte von 1122
bis 1172 in zahlreichen Urkunden der Stauferzeit erscheint.

Der Einfluss geht nach 1200 durch Heirat und Erbe an die Burggrafen von Nürnberg über, die späteren Markgrafen von Ansbach. Ab 1296 folgt - mit Ausnahme des Mungenauer Landes, das markgräflich bleibt - die Landeshoheit der Fürstbischöfe von Eichstätt. Die Verleihung der Stadtrechte nach Erbauung der Stadtbefestigung wird für das Jahr 1299 durch Bischof Konrad von Pfefenhausen angesetzt. Aus dem Jahre 1466 stammt das älteste Stadtsiegel, das in gleicher Fassung seit 1925 wieder offiziell verwendet wird: “Im gespaltenen Schild vorne ein rechts aufsteigender rotgekrönter schwarzer Löwe in Gold, hinten ein nach auswärts gekehrter silberner Bischofsstab in Rot”Kloster Marienburg mit Mädcheninternat.

Eine zentrale Stellung mit starker Verflechtung zur Reichsstadt Nürnberg nahm das Kloster Marienburg ab Ende des 15. Jahrhunderts ein. Bauernkrieg, Markgrafenfehden, Schmalkaldischer und Dreißigjähriger Krieg überdauerte das nördlichste Kloster im Bistum Eichstätt bis zur Säkularisation. Während dieser Jahrhunderte wirkten 17 Priorinnen in der Marienburg.

Im Reformationsjahrhundert stammten vier bedeutende Äbte, gelehrte Theologen aus Abenberg: Johannes Menger im Benediktinerkloster Kastl (1539 - 1554), im Klosterd Heilsbronn Johann Schopper (1529 - 1540), Sebastian Wagner (1540 - 1543) und Johannes Wirsing (1548 - 1552). Die Gründung der berühmten Heilsbronner Klosterschule, die spätere Fürstenschule der Ansbacher Markgrafen, geht auf Abt Schopper zurück

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Im Dreißigjährigen Krieg hatte das Abenberger Land ungemein zu leiden. Die Dörfer Dürrenmungenau, Beerbach, Kapsdorf, Kleinabenberg, Louisenau und die Pflugsmühle waren niedergebrannt. Auch in Abenberg selbst lebten nur noch wenige Bürger. Doch Handwerk und Handel lebten wieder auf. Wirtschaftliche Bedeutung spiegeln die Zunftordnungen wider: Im Jahre 1592 wurde die der Hafner erlassen, 1600 Schneider und Schuhmacher, 1688 Maurer und Zimmerleute, 1695 Bäcker und Müller, 1697 Schuhmacher, 1779 Nadler. Handelsstraße und Taxi-Poststation belebten Wassermungenau, dort kehrte Johann Wolfgang Goethe vei seiner Italienrückreise 1788 ein. In Abenberg lieferten Ziegelhütte, Glas- und Spiegelhütte Qualitätserzeugnisse. Klöppelspitzen und Glaswaren aus Abenberg gingen bis nach Hamburg und Tirol.

Im Jahre 1796 wird Abenberg von Preußen besetzt, 1802 kurfürstlich bayerisch, 1803 erneut preußisch und kommt 1806 schließlich ans Königreich Bayern.

Nach dem 2. Weltkrieg vergrößert sich Abenberg erheblich durch Heimatvertriebene und Zuzüge. Für die 5000 Einwohner haben sich Gewerbe und Wirtschaft spürbar entwickelt, besonders in Abenberg und Wassermungenau. Die Stadtsanierung der Abenberger Altstadt hat seit 1986 wertvolle gestalterische Akzente gesetzt.KLÖPPELSACK

Mit der Klöppelschule, Mädchenrealschule Marienburg und Mittelschule (Grund- und Hauptschule) besitzt Abenberg als Kleinzentrum eine gute Bildungsstruktur; wertvolle Einrichtungen sind durch das Kloster Marienburg mit Altenheim, Altenwohnheim und Ordensmutterhaus vorhanden. Eine 18-Loch -Golfanlage weist internationalen Standard auf.


Text: Franz Kornbacher



 

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